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Punt Gronda (Russein)

Description

FĂŒr den Ausbau der OberlĂ€nderstrasse beschloss der Kleine Rat am 9. Januar 1857 eine BrĂŒcke ĂŒber die Russeinschlucht  erstellen zu lassen. Die Gemeinden Disentis und Sumvitg lieferten gemeinsam 450 StĂ€mme fĂŒr den Bau und weitere 400 fĂŒr das LehrgerĂŒst. FĂŒr die HolzfĂ€llerarbeiten und Transporte mussten Fr. 18900.-- und fĂŒr das Aufrichten Fr. 21900.-- ausgegeben werden. Die BrĂŒcke ist ein frĂŒhes Beispiel des Howe'schen TrĂ€gersystems in der Schweiz. Das mit einfachen handwerklichen Mitteln errichtete Werk stellte damals eine gewaltige Leistung dar.

Erste Reparaturen verbesserten 1916/17 die TragfĂ€higkeit. Als 1938 der Verkehr ĂŒber die neue BetonbrĂŒcke geleitet wurde, drohte der vernachlĂ€ssigten Holzkonstruktion der Abbruch. Zur Rettung sammelte ein MĂ€dchen aus Ilanz mit anderen Schulkindern in den umliegenden Dörfern Geld, indem sie ein vom Pfarrer Giusep Durschei von Disentis, verfasstes Gedicht "Die alte Russeiner HolzbrĂŒcke" vortrugen. Dieser Idealismus veranlasste prominente Einwohner, die Vereinigung "Pro Punt Russein" zu grĂŒnden. Mit UnterstĂŒtzung von Bund und Kanton war es möglich, die nötigen Mittel zur Rettung des historischen Werkes zusammenzubringen. Originelle VerstĂ€rkung mit kaum wahrnehmbaren Stahl- und Seilkonstruktionen, sowie Sanierung sĂ€mtlicher Teile ermöglichten es, die Lebensdauer dieses prachtvollen Überganges zu verlĂ€ngern.

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