749 Hängebrückenweg Val Meltger
Informationen zur Route
Beste Jahreszeit
Beschreibung
Lantsch/Lenz liegt auf einer Sonnenterrasse oberhalb des Albulatals. Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehören die drei Kirchen, darunter die Pfarrkirche St. Antonius von Padua mitten im Dorf und am Wanderweg. Durch die Gassen geht es hinunter zur Strassenquerung beim Restaurant La Tgoma. Die Siedlung bleibt allmählich zurück und die Teerstrasse geht bald in einen Naturpfad über. Hier beginnt der steile Anstieg durch lichten Bergwald und bis zur Hängebrücke Val Meltger. Sie wurde 2005 gebaut, nachdem die alte Brücke immer wieder von Lawinen mitgerissen wurde. Das sollte nun nicht mehr passieren: Sie überspannt die tiefe Schlucht nämlich auf einer Höhe von 12 Metern. Von der Brücke aus hat man eindrucksvolle Ausblicke in das wilde Tobel und auf die umliegenden Hänge, nach Savognin, zum Julierpass und bis ins Engadin.
Nach der Überquerung führt ein schmaler Weg weiter in Richtung Vasternos. Die Landschaft öffnet sich, die abgelegene Alphütte markiert den Übergang in ruhigeres Gelände. Eine Forststrasse steigt sanft abwärts, bevor der Weg an einer Verzweigung erneut ansteigt. Er quert den mehrheitlich ausgetrockneten Bergbach bei Runcalatsch, wo sich ein kurzer Blick ins felsige Bachbett lohnt. Anschliessend führt die Strecke kontinuierlich bergab und zurück zum Ausgangspunkt im Dorf.
Die Wanderung verbindet unterschiedliche Landschaften: enge Waldpfade, offene Alpflächen und eine spektakuläre Schluchtquerung. Charakteristisch sind die Kontraste zwischen den stillen Abschnitten und den exponierten Passagen auf der Brücke. Historische Bauten oder touristische Infrastruktur fehlen weitgehend, was den naturnahen Charakter der Route betont. Die Höhenunterschiede erfordern eine gute Grundkondition, belohnen jedoch mit abwechslungsreichen Perspektiven und einem intensiven Naturerlebnis.