Thurgauer Napoleon-Weg
Informationen zur Route
Beste Jahreszeit
Beschreibung
Die Route beginnt in Siegershausen und kommt kurz darauf zum Bommer Weiher. Das geschützte Gebiet ist ein wichtiger Lebensraum für Wasservögel und Amphibien. Durch den Nüwiler und den Tägerwiler Wald folgt bald der Napoleonturm Hohenrain bei Wäldi. Die Aussichtsplattform bietet eine atemberaubende Rundumsicht. Im Osten eröffnet sich der Blick nach Vorarlberg und ins Allgäu, während im Süden das Schweizer Alpenpanorama beeindruckt. In der Tiefe breitet sich ein bunter Flickenteppich aus Wald, Feldern und Streuobstwiesen aus. Übrigens: Wer den Aussichtsturm damals als Privatperson besuchen wollte, musste einen Betrag von sechs Kreuzern leisten. Das entspricht nach heutiger Kaufkraft etwa 100 CHF.
Zusammen mit Louis Napoleon verantwortete Charles Parquin den Bau des Napolenturms. Ihm gehörte auch das Schloss Salenstein, das nach dem nächsten Abschnitt vorbei an Helsighausen und über Waldwege erreicht wird. Bis ins Ziel der Wanderung beim Bahnhof Mannenbach-Salenstein ist es jetzt nicht mehr weit. Ein Höhepunkt wartet allerdings noch: das Schloss Arenenberg, wo sich einer der schönsten Aussichtspunkte der ganzen Bodenseeregion befindet. Ein Besuch ist ein Muss: Das Schloss ist eingebettet in eine Park- und Gartenanlage mit über 600-jähriger Tradition. Im Mittelalter legten Thurgauer und Konstanzer Patrizier hier einen Lustgarten an. Unter Königin Hortense, der Mutter Louis Napoleons wurde dieser im 19. Jahrhundert zu einem weitläufigen Landschaftspark erweitert.
Die kaiserliche Familie liess sich im Schloss Arenenberg nieder, nachdem Kaiser Napoleon I. abgesetzt und ins Exil verbannt wurde. Louis Napoleon, der spätere Napoleon III. und letzter Kaiser Frankreichs, lebte hier als Jugendlicher und junger Erwachsener. Die Familie brachte den Pariser Flair in den Thurgau, im Napoleonmuseum Arenenberg flanieren die Besucherinnen und Besucher durch die prächtigen Salons und originalbelassenen Räume.