Königsfelden

Beschreibung

Nach der Ermordung König Albrechts I. gründete seine Witwe Elisabeth am Tatort ein Klarissenkloster. Ihre Tochter Agnes, die früh verwitwete Gattin des ungarischen König Andreas III., betreute das vornehme, vielfach privilegierte Nonnenstift in den Jahren zwischen 1317-64. Durch ihr Geschick in den Bereichen Wirtschaft, Politik und Soziales verhalf sie dem Kloster zu hohem Ansehen. Ein Hofmeister war für die Verwaltung des Besitzes zuständig, u.a. für die zahlreiche Kirchensätze und Niedergerichte der näheren Umgebung. Um die Seelsorge und Gottesdienste kümmerte sich ein kleinerer Franziskanerkonvent. 1415 eroberte Bern das Aargau und Königsfelden verlor die Verbindung mit dem Stifterhaus. Später, mit der Säkularisation 1528, fielen die Klostergüter an Bern. Seit 1804 ist die Anlage im Besitz des Kantons Aargau, der hier 1868 die kantonale Heil- und Pflegeanstalt unterbrachte.

Die Kirche dominiert die ehemalige Klosteranlage, die mit einer hohen Mauer umgeben war. Heute sind neben der Kirche noch das Archiv und das Schatzgewölbe des angegliederten Franziskanerklosters, die Hofmeisterei sowie der umgebaute Teil des ehemaligen Klarissenklosters erhalten. Die Klosteranlage befindet sich auf dem ehemaligen Gebiet des römischen Legionslagers Vindonissa.

Die Kirche, die 1310-1320 erbaut wurde, zählt zu den Hauptwerken der Bettelordenarchitektur in der Schweiz und ist seit 2009 Teil des Museums Aargau. Zu der Hauptattraktion der Kirche gehören die größtenteils originalen, teilweise restaurierten Glasmalereizyklen im Chor aus den Jahren 1325-1350. Johannes der Täufer, die Lebensgeschichte Christi, die Kirchenpatronin Maria, die heilige Katharina u.v.m. sind Themen des Glasgemäldes. Insgesamt entsprechen die Abbildungen dem Stiftungsbrief von 1311 und fordern zur Nachfolge Christi und der Heiligen auf. Unter dem Mittelschiff befindet sich die Gruft des habsburgischen Erbbegräbnisses, die im 14. Jahrhundert als Grabstätte bevorzugt wurde. Die Leichname befinden sich jedoch zwischenzeitlich in St. Paul in Kärnten. An den Wänden des Schiffs sowie im nördlichen Seitenschiff befinden sich außerdem die Tischgräber der Sempacher Ritter und Grabplatten der Berner Hofmeister.

Öffnungszeiten

April - Oktober:

  • Mo. geschlossen

  • Di.-So.: 10-17 Uhr

Im Winter geschlossen

Nach der Ermordung König Albrechts I. gründete seine Witwe Elisabeth am Tatort ein Klarissenkloster. Ihre Tochter Agnes, die früh verwitwete Gattin des ungarischen König Andreas III., betreute das vornehme, vielfach privilegierte Nonnenstift in den Jahren zwischen 1317-64. Durch ihr Geschick in den Bereichen Wirtschaft, Politik und Soziales verhalf sie dem Kloster zu hohem Ansehen. Ein Hofmeister war für die Verwaltung des Besitzes zuständig, u.a. für die zahlreiche Kirchensätze und Niedergerichte der näheren Umgebung. Um die Seelsorge und Gottesdienste kümmerte sich ein kleinerer Franziskanerkonvent. 1415 eroberte Bern das Aargau und Königsfelden verlor die Verbindung mit dem Stifterhaus. Später, mit der Säkularisation 1528, fielen die Klostergüter an Bern. Seit 1804 ist die Anlage im Besitz des Kantons Aargau, der hier 1868 die kantonale Heil- und Pflegeanstalt unterbrachte.

Die Kirche dominiert die ehemalige Klosteranlage, die mit einer hohen Mauer umgeben war. Heute sind neben der Kirche noch das Archiv und das Schatzgewölbe des angegliederten Franziskanerklosters, die Hofmeisterei sowie der umgebaute Teil des ehemaligen Klarissenklosters erhalten. Die Klosteranlage befindet sich auf dem ehemaligen Gebiet des römischen Legionslagers Vindonissa.

Die Kirche, die 1310-1320 erbaut wurde, zählt zu den Hauptwerken der Bettelordenarchitektur in der Schweiz und ist seit 2009 Teil des Museums Aargau. Zu der Hauptattraktion der Kirche gehören die größtenteils originalen, teilweise restaurierten Glasmalereizyklen im Chor aus den Jahren 1325-1350. Johannes der Täufer, die Lebensgeschichte Christi, die Kirchenpatronin Maria, die heilige Katharina u.v.m. sind Themen des Glasgemäldes. Insgesamt entsprechen die Abbildungen dem Stiftungsbrief von 1311 und fordern zur Nachfolge Christi und der Heiligen auf. Unter dem Mittelschiff befindet sich die Gruft des habsburgischen Erbbegräbnisses, die im 14. Jahrhundert als Grabstätte bevorzugt wurde. Die Leichname befinden sich jedoch zwischenzeitlich in St. Paul in Kärnten. An den Wänden des Schiffs sowie im nördlichen Seitenschiff befinden sich außerdem die Tischgräber der Sempacher Ritter und Grabplatten der Berner Hofmeister.

Öffnungszeiten

April - Oktober:

  • Mo. geschlossen

  • Di.-So.: 10-17 Uhr

Im Winter geschlossen

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