Cheva Plattas da Fex

Beschreibung

Anhand einer von Andrea Kuhn in den 1970er Jahren verfassten Forschungs-Arbeit über die Fexerplatten lassen sich Abbautätigkeiten im Gebiet "gianda da las plattas" in der Nähe der Silser Alp im Fextal kurz nach Mitte des 19. Jhh. belegen. An der Gewinnung von Steinplatten interessierte Silser schlossen am 17. April 1864 mit der Gemeinde Sils einen Konzessionsvertrags ab. Vermutlich wurden dort aber schon viel früher Steinplatten abgebaut. In besagtem Vertrag wurde darauf hingewiesen, dass das Recht der Silser Einwohner, im Fextal Platten für ihre Gebäude zu gewinnen, durch den Konzessionsvertrag nicht geschmälert werden dürfe. Ein altes Engadinerhaus, die ehemalige Post in Sils-Maria, das die Jahreszahl 1659 trug und leider dem heutigen Postplatz weichen musste, war mit wunderschönen Fexerplatten auf dem Dach eingedeckt. Diese kann man heute im Hotel/Restaurant Chesa Grischa in Sils-Baselgia bewundern. Die Bedeutung der Fexerplatten beruhte darauf, dass sie sehr dünn, bis ca. 15 mm dick, gespalten werden konnten. Deshalb waren sie wegen der Gewichtseinsparung das ideale Mittel, um Dächer einzudecken. Der Stein - ein Gneis (mineralhaltiger Glimmerschiefer) - lässt sich nur im Winter in gefrorenem Zustand spalten. So hatten einige Männer aus dem nahen Val Malenco und aus Sils im Winter ein bescheidenes, aber willkommenes Einkommen. Heute sind die Fexerplatten vor allem wegen ihren schönen Farben sehr begehrt. Museum nur dienstags offen bei Steinbruchführung, welche von 13.00 - 14.30 Uhr stattfindet.

Öffnungszeiten

offen: ab 11.06.2024 bis 15.10.2024 Führungen jeden Dienstag auf Voranmeldung

Anhand einer von Andrea Kuhn in den 1970er Jahren verfassten Forschungs-Arbeit über die Fexerplatten lassen sich Abbautätigkeiten im Gebiet "gianda da las plattas" in der Nähe der Silser Alp im Fextal kurz nach Mitte des 19. Jhh. belegen. An der Gewinnung von Steinplatten interessierte Silser schlossen am 17. April 1864 mit der Gemeinde Sils einen Konzessionsvertrags ab. Vermutlich wurden dort aber schon viel früher Steinplatten abgebaut. In besagtem Vertrag wurde darauf hingewiesen, dass das Recht der Silser Einwohner, im Fextal Platten für ihre Gebäude zu gewinnen, durch den Konzessionsvertrag nicht geschmälert werden dürfe. Ein altes Engadinerhaus, die ehemalige Post in Sils-Maria, das die Jahreszahl 1659 trug und leider dem heutigen Postplatz weichen musste, war mit wunderschönen Fexerplatten auf dem Dach eingedeckt. Diese kann man heute im Hotel/Restaurant Chesa Grischa in Sils-Baselgia bewundern. Die Bedeutung der Fexerplatten beruhte darauf, dass sie sehr dünn, bis ca. 15 mm dick, gespalten werden konnten. Deshalb waren sie wegen der Gewichtseinsparung das ideale Mittel, um Dächer einzudecken. Der Stein - ein Gneis (mineralhaltiger Glimmerschiefer) - lässt sich nur im Winter in gefrorenem Zustand spalten. So hatten einige Männer aus dem nahen Val Malenco und aus Sils im Winter ein bescheidenes, aber willkommenes Einkommen. Heute sind die Fexerplatten vor allem wegen ihren schönen Farben sehr begehrt. Museum nur dienstags offen bei Steinbruchführung, welche von 13.00 - 14.30 Uhr stattfindet.

Öffnungszeiten

offen: ab 11.06.2024 bis 15.10.2024 Führungen jeden Dienstag auf Voranmeldung

Standort
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