Abrisskante Flimser Bergsturz

Beschreibung

Nach dem Rückzug des würmzeitlichen Gletschers in die Surselva entschwand der seitliche Eisdruck gegenüber den Berghängen. Dadurch verlor der Urklotz des Flimsersteins mit seinen talwärts geneigten Schichten seine natürliche Stüt-ze. Dies allein genügte jedoch nicht, um den Flimser Bergsturz auszulösen. Er ereignete sich nämlich erst einige tausend Jahre später . Nach neuerer Interpretation dürfte die Aufwärmung des Klimas, in Kombination mit erhöhten Sommerniederschlägen als massgebender Auslöser gelten. Permafrost taute auf, zusätzlich wirkte Spaltenfrost, und es bestanden was-sergeschmierte Gleitschichtflächen. Dies ermöglichte die grosse Bergsturzka-tastrophe, indem ein grosser Teil des Flimsersteins zu Tale fuhr.

Das Abrissgebiet des Flimser Bergsturzes umfasst eine Länge von etwa 3 km und erstreckt sich vom Flimserstein beim Val Turnigla im Osten bis zur Alp Nagens im Westen. Auf einer etwa 13-15 Grad geneigten Schichtfläche ist eine rund 8-9 Millionen km3 umfassende, aus Kreide-, Malm- und Verrucano-Formationen bestehende Gesteinspartie ins Tal gefahren, am ge-genüber liegenden, aus ultrahelvetischen mesozoischen Formationen resp. Bündnerschiefer bestehenden Hang aufgebrandet und talaufwärts und tal-abwärts abgelenkt worden. Am Flimserstein sind bis 500 m hohe Wände als Abrissränder erkennbar. Die obere Grenze des Anrissgebietes ist nicht sicher feststellbar. Einerseits fehlen heute durchgehende ursprüngliche Abrissstellen, andererseits wurde der Flimserstein durch verschiedene Nachstürze weiter abgetragen.

Heute ist der Flimserstein Teil des Geoparks Sardona, welcher seit dem 7.Juli 2008 das UNESCO-Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona mitumfasst. Mit der Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste gilt die Glarner Hauptüberschiebung als weltweites Musterbeispiel für Gebirgsbildung.

Nach dem Rückzug des würmzeitlichen Gletschers in die Surselva entschwand der seitliche Eisdruck gegenüber den Berghängen. Dadurch verlor der Urklotz des Flimsersteins mit seinen talwärts geneigten Schichten seine natürliche Stüt-ze. Dies allein genügte jedoch nicht, um den Flimser Bergsturz auszulösen. Er ereignete sich nämlich erst einige tausend Jahre später . Nach neuerer Interpretation dürfte die Aufwärmung des Klimas, in Kombination mit erhöhten Sommerniederschlägen als massgebender Auslöser gelten. Permafrost taute auf, zusätzlich wirkte Spaltenfrost, und es bestanden was-sergeschmierte Gleitschichtflächen. Dies ermöglichte die grosse Bergsturzka-tastrophe, indem ein grosser Teil des Flimsersteins zu Tale fuhr.

Das Abrissgebiet des Flimser Bergsturzes umfasst eine Länge von etwa 3 km und erstreckt sich vom Flimserstein beim Val Turnigla im Osten bis zur Alp Nagens im Westen. Auf einer etwa 13-15 Grad geneigten Schichtfläche ist eine rund 8-9 Millionen km3 umfassende, aus Kreide-, Malm- und Verrucano-Formationen bestehende Gesteinspartie ins Tal gefahren, am ge-genüber liegenden, aus ultrahelvetischen mesozoischen Formationen resp. Bündnerschiefer bestehenden Hang aufgebrandet und talaufwärts und tal-abwärts abgelenkt worden. Am Flimserstein sind bis 500 m hohe Wände als Abrissränder erkennbar. Die obere Grenze des Anrissgebietes ist nicht sicher feststellbar. Einerseits fehlen heute durchgehende ursprüngliche Abrissstellen, andererseits wurde der Flimserstein durch verschiedene Nachstürze weiter abgetragen.

Heute ist der Flimserstein Teil des Geoparks Sardona, welcher seit dem 7.Juli 2008 das UNESCO-Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona mitumfasst. Mit der Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste gilt die Glarner Hauptüberschiebung als weltweites Musterbeispiel für Gebirgsbildung.

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