«Sprachbilder – Bildsprachen» — open art museum

Dauer

Gäste verbringen hier normalerweise 1.5 Stunden.

Beschreibung

Eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit Adelheid Duvanel in Form von Workshop, Ausstellung, Theater, Table Ronde im open art museum, St.Gallen

Zusammen mit der Université de Geneve lädt das open art museum zur eintägigen Veranstaltung Sprachbilder – Bildsprachen ein, um Adelheid Duvanel aus unterschiedlichen Perspektiven neu zu entdecken: als Autorin, als bildende Künstlerin und als Persönlichkeit, deren Werk bis heute berührt, irritiert und fasziniert.

In Vorträgen, Gesprächen und Diskussionen geht es um die Frage, wie Literatur und bildnerisches Schaffen bei Duvanel ineinandergreifen, und warum ihr Werk gerade heute wieder so viel Aufmerksamkeit erfährt. Ein besonderes Highlight ist ein Auszug aus dem neuen Theaterstück Chrüsimüsi der Regisseurinnen Eléonore Bonah und Maria Clara Castioni nach Erzählungen von Adelheid Duvanel. Noch vor der Uraufführung an den Bühnen Bern am 18. September 2026 gibt die Veranstaltung einen ersten Einblick in diese neue szenische Auseinandersetzung mit Duvanels Texten. Zum Abschluss diskutiert eine Gesprächsrunde aktuelle Perspektiven auf Adelheid Duvanel. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Adelheid Duvanel bereits kennen oder ihr Werk erstmals entdecken möchten. Fachwissen ist nicht erforderlich – nur Interesse an Literatur, Kunst und einer Künstlerin, deren Werk sich einfachen Zuschreibungen entzieht.

Adelheid Duvanel (1936–1996) gehört zu den eigenwilligsten Stimmen der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts. Ihre kurzen, präzisen Erzählungen öffnen Welten, die zugleich alltäglich und fremd, komisch und abgründig, zart und verstörend sein können. Seit der Neuausgabe ihrer sämtlichen Erzählungen unter dem Titel Fern von hier ist ihr Werk 2021 einem breiteren Publikum neu zugänglich geworden. Seither wächst das Interesse an dieser aussergewöhnlichen Autorin stetig.
 In den vergangenen Jahren sind weitere Seiten ihres Schaffens sichtbar geworden: ihre Briefe, erschienen unter dem Titel Nah bei dir, ihre Kolumnen, Feuilletons und Rezensionen in Es gibt Tage. Sie zeigen Adelheid Duvanel nicht nur als Schriftstellerin prägnanter Erzählungen, sondern auch als genaue Beobachterin des Alltags, als scharfsinnige Kommentatorin und als Künstlerin, deren Schreiben eng mit Bildern verbunden ist. Denn Duvanels Werk reicht weit über die Literatur hinaus. Ihr künstlerischer Nachlass im open art museum, St.Gallen, und im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern umfasst zahlreiche Zeichnungen und Gemälde: mal zart, surreal, aber auch expressiv, in kräftigen Farben. In ihnen wird sichtbar, wie eng Wort und Bild in ihrem Schaffen miteinander verwoben sind. Diesem Zusammenspiel widmet sich auch die aktuelle Ausstellung Adelheid Duvanel im open art museum, die noch bis zum 18. Oktober 2026 zu sehen ist.

Eine Kooperation des open art museum mit der Universität Genf, unterstützt vom Schweizerischen Literaturarchiv, Bern.

ab CHF 35.00

Häufig Gestellte Fragen

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