Andrea Moro: wo das Wort entsteht

Wichtige Information

Türöffnung: 13.30 Uhr, nicht nummerierte Plätze.

Event Informationen

10.10.2026
Bellinzona

Beschreibung

Andrea Moro | Wo das Wort entsteht Jenseits der Mauer Samstag, 11. Oktober 2026 | 14.00 Uhr | Piazza del Sole, Bellinzona Sconfinare Festival

Noch bevor ein Satz ausgesprochen wird, nimmt er im Geist Gestalt an. Sprache ist nicht nur Klang und auch keine blosse kulturelle Konvention: Die menschliche Sprache wurzelt in der Architektur des Gehirns, in seinen Grenzen und Möglichkeiten, im geheimnisvollen Gleichgewicht zwischen Biologie und Denken.

Warum sind manche Sprachen möglich und andere nicht? Was verraten uns unmögliche Grammatiken darüber, wie wir beschaffen sind? Welche Unterschiede gibt es zwischen menschlichen Grammatiken und jenen, die von künstlicher Intelligenz geschaffen werden? Und welche Stille geht dem Wort voraus, bevor es zur Stimme wird?

Andrea Moro, einer der renommiertesten Forscher auf dem Gebiet von Sprache und Gehirn, nimmt das Publikum mit auf eine Reise an die Grenzen des menschlichen Wortes.

Von der Erforschung unmöglicher Sprachen bis hin zu seinen jüngsten Überlegungen in Lucretius and the Bat with Blue Eyes (The MIT Press, 2025) zeigt seine Arbeit, dass Sprache nicht nur das ist, was wir sagen, sondern eine tiefgreifende Struktur, die unser Denken ordnet und unsere Erfahrung der Welt überhaupt erst ermöglicht.

Eine Gelegenheit, dem Wort an seinem rätselhaftesten Ursprung nachzuspüren – dort, wo Neurowissenschaften, Linguistik, Philosophie und Vorstellungskraft aufeinandertreffen.

Das Gespräch wird von Giovanni Pellegri, Neurobiologe und Wissenschaftskommunikator, moderiert.

Andrea Moro, Mitglied der Accademia dei Lincei, ist Linguist, Neurolinguist und Romanautor. Er ist ordentlicher Professor für Allgemeine Linguistik an der Scuola Universitaria Superiore IUSS in Pavia sowie an der Scuola Normale Superiore in Pisa.

Er erforscht die Struktur menschlicher Sprachen und das Verhältnis zwischen Syntax und Gehirn. Als Visiting Scientist war er am MIT und an der Harvard University tätig.

Zu seinen jüngsten Essays gehören I segreti delle parole, gemeinsam mit Noam Chomsky verfasst (La nave di Teseo, 2022), Parlo dunque sono. Istantanee sul linguaggio (Adelphi, 2024) und Lucretius and the Bat with Blue Eyes. Explaining the Universe with the Alphabet (The MIT Press, 2025).

Mit seinem Roman Il segreto di Pietramala (La nave di Teseo, 2018) gewann er den Premio Flaiano. Sein zweiter Roman Cinquantun giorni (La nave di Teseo, 2024) wurzelt in der Ilias und überträgt sie in die Gegenwart, mit einer Reise, die auch in Lugano Halt macht.

ab CHF 10.00

Häufig Gestellte Fragen

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